Roman Knoblauch - TV-, Radio-, Eventmoderation

 

  Ironman 2008

 

Das war der Ironman 2008!

Es ist geschafft, ein dreiviertel Jahr Vorbereitung, stundenlange Läufe, ellenlange Radausfahrten und das
(fast) nächtliche Schwimmen haben sich gelohnt.

Um genau 17:18 Uhr begannen wunderschöne 24 Sekunden!

Mit meiner Tochter Marie an der Hand lief ich die letzten Meter zum Finish beim Ironman European
Championship Germany 2008 in Frankfurt am Main. Es waren unglaubliche Gedanken, die einem in
dem Moment durch den Kopf gehen. Das viele Training, die Schmerzen und natürlich denkt man auch
an all jene die einem auf dem Weg zum Ziel unterstützt und die mir die Daumen gedrückt haben.

Doch vor diesen Moment des Zieleinlaufs lagen 10 Stunden und 18 Minuten vor mir. Aber als ich
schon nach 1:02 h Minuten aus dem Langener Waldsee stieg und meinen bisherigen Rekord über
3,8 km um 8 Minuten unterboten hatte, wusste ich, es wird ein geiler Tag.

Auch wenn ich noch nie so viele Hände, Füße und andere Körperberührungen im Wasser hatte.
Das war teilweise ein Hauen und Stechen, als ob es um Leben und Tod geht.
Aber 2000 Triathleten auf einen Schlag, da muss man durch!

Nach dem Schwimmen ging es recht zügig Richtung Frankfurt mit dem Rad. Das Wetter war
zunächst ideal, kaum Wind (was sich später allerdings etwas ändern sollte) und auch die
Temperaturen waren im angenehmen Bereich. Nur gut, dass ich die 180 km lange Radstrecke
nicht kannte, ich hätte aus lauter Ehrfurcht vor den Bergen wahrscheinlich auf einen Start
verzichtet. Ich habe immer nur gehofft, dass die Bergspitze irgendwann mal zu sehen ist. Aber
die Stimmung war toll und die Zuschauer haben mich förmlich nach oben gepeitscht. Nach jedem
Berg kommt eine Abfahrt, das ist natürlich auch in Frankfurt so und so donnerte ich mit teilweise
70 Sachen ins Tal - Wahnsinn. Die ersten 80 km schaffte ich mit einem knapp 36er Schnitt, so dass ich
dann für die zweite Runde doch ein wenig die Pace rausgenommen habe.

5 Stunden können ziemlich lange dauern und ich freute mich eigentlich auf den Marathon. Doch 5 Kilometer vor
dem Ziel wurde es noch einmal eng auf den Straßen und das Windschattenfahrverbot fast unmöglich. Ich hielt gerade mit einem Mitstreiter ein kleines Schwätzchen als plötzlich eine nicht mehr ganz junge Frau auf einem Motorrad mir eine Karte hinhielt und mir auf englisch mitteilte, ich müsste jetzt eine schwarze Karte bekommen
und damit eine Zeitstrafe von 6 Minuten, abzusitzen im Wechselgarten vor dem Laufen.

Diskussionen zwecklos, also freute ich mich auf eine kleine Pause und ein nettes Schwätzchen mit den Damen in der Strafbox.

Und dann kamen die langen, langen 42,195 km. Los ging es mit 4.11 Minuten pro Kilometer. Ich habe mir immer gesagt: "Junge das ist zu schnell". Aber irgendwie hatte ich überhaupt kein Gefühl für die Geschwindigkeit.

Naja und dann kamen sie in der zweiten Runde, die Schmerzen, die man nicht beschreiben kann. Man muss sie erleben, um mitreden zu können. Es war die Hölle, aber ich wusste, ich schaffe es, irgendwie!

In der dritten von 4 Runden hatte ich dann meinen Rhythmus wieder gefunden. Die Schmerzen waren zwar noch da, aber auch das Ziel in greifbarer Nähe. Ich glaube, die letzten Kilometer beim Ironman sind die Härtesten, aber auch die Schönsten, denn du stellst dir immer wieder vor, wie es ist, auf den letzten Metern Richtung Zielstrich zu stürmen.

Und dann war es soweit. Der rote Teppich von Frankfurt war für mich ausgerollt, die Zuschauer völlig aus dem Häuschen und ich mittendrin! Und plötzlich kam meine Tochter Marie und lief die letzten 100 Meter mit mir gemeinsam ins Ziel! Das war so etwas von geil!

Vergessen waren alle Schmerzen und dann war der Moment da, der eigentlich nur Sekunden dauert, aber der dir vorkommt wie eine Ewigkeit: Die Überquerung der Ziellinie und dann bist du da!

Mit neuer Bestzeit und dem Wissen, es hat sich gelohnt , sich über Monate hinweg zu quälen! Im Ziel wartete dann meine restliche Familie und ich habe mir gewünscht, dass diese Augenblicke nie vergehen mögen.

Ich möchte an dieser Stelle Danke sagen, an all jene, die mich in den letzten Monaten unterstützt haben, in welcher Form auch immer:

Also Danke an: Pfuffi (was hat der mich während des Wettkampfes wieder gequält ), Ilka und Torsten Scharf, Thomas Tittel und seine Biene, die Jungs und Mädels von der LG Exa (nächstes Jahr schaffen wir die 2:45 h im Marathon - versprochen) , danke an die Sportkameraden vom Post SV für die wichtigen Tipps beim Schwimmtraining, Norbert und Franzi, an die Vereinskollegen vom Triathlon e.V., die mir die Daume gedrückt haben, Dank an Mario und die vielen anderen die ich hier jetzt nicht aufgezählt habe.

Danke für die vielen Mails und SMS vor und nach dem Wettkampf! Das größte Dankeschön geht an meine Familie, die es mir möglich gemacht hat, wieder soviel trainieren zu können!

Danke an Carla, Marie und unser Nesthäckchen Nele - ich liebe euch!!!!!

Und Danke an meine Schwiegereltern und an meine Mutter & ihrem Freund Heiner für das Anfeuern in Frankfurt!

Impressionen vom Ironman....

Ironman 2008
- Freitagnachmittag Racemeeting in der Frankfurter Eissporthalle -

 

Ironman 2008
- Freitagnachmittag Racemeeting in der Frankfurter Eissporthalle -

 

Ironman 2008
- kurz vorm letzten lockeren Training mit Pfuffi am Samstagvormittag ... -

 

Ironman 2008
- ... auf geht's -

 

Ironman 2008
- der lange Weg zum Bike-Check-in am Langener Waldsee -

 

Ironman 2008
- der imposante Anblick des Radgartens -

 

Ironman 2008
- vorm Bike-Check-In -

 

Ironman 2008
- Taschenkontrolle vor dem Bike-Check-In -

 

Ironman 2008
- Bike-Check-In -

 

Ironman 2008
- das offizielle Plakat zum Ironman 2008 -

 

Ironman 2008
- auch Klein-Nele freut sich auf den Wettkampf -

 

Ironman 2008
- Marie bei der Wettkampfvorbereitung (Nintendo) -

 

Ironman 2008
- da haben sich zwei gefunden - Pfuffi und Nele -

 

Ironman 2008
- der "Heartbreak Hill" vor dem "Sturm" -

 

Ironman 2008
- Konzentration vor dem ersten Anfeuern von Papa -

 

Ironman 2008
- hart - härter - "Heartbreak Hill" -

 

Ironman 2008
- kurz vorm 2. Wechsel - jetzt nur noch 42 km laufen -

 

Ironman 2008
- kurz vorm 2. Wechsel - jetzt nur noch 42 km laufen -

 

Ironman 2008
- und los geht's -

 

Ironman 2008
- auch wenn die Beine schmerzen, ein Lächeln ist immer drin -

 

Ironman 2008
- kurz nach der Verpflegungsstelle -

 

Ironman 2008
- in 30 Kilometern ist alles vorbei -

 

Ironman 2008
- der einsame Weg ins Ziel -

 

Ironman 2008
- die Familie gibt Kraft für die letzten Meter -

 

Ironman 2008
- Ankunft auf dem Frankfurter Römer - der Traum eines jeden Ironmans -

 

Ironman 2008
- der Lauf auf dem roten Teppich - Momente die man nie vergisst -

 

Ironman 2008
- Vater und Tochter gemeinsam auf den letzten Metern ins Ziel -

 

Ironman 2008
- geschafft ... -

 

Ironman 2008
- p.s. es sieht schlimmer aus als es ist -

 

Ironman 2008
- ein Küsschen von Mama ... -

 

Ironman 2008
- ... und auch Heiner gratuliert -

Auf ein Neues!

Roman

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